Die besten Locations im Nordosten Mallorcas (1): Colònia St. Pere, Son Sierra de Marina, Canyamel


Strand bei Son Sierra de Marina, Mallorca, Spanien

Seit 2001 kann ich Mallorca getrost als mein zweites Zuhause bezeichnen. In diesen 16 Jahren ist mir besonders der Nordosten der spanische Balearen-Insel ans Herz gewachsen. Atemberaubende Naturstrände, exzellente Wanderrouten für Naturliebhaber, romantische Burgen(reste) und charmante Dorförtchen wie Colonia St. Pere, Arta, Son Sierra de Marina, Capdepera und Canyamel machen gerade eine Rundreise in diesem Teil Mallorcas zu einem einzigartigen und unvergesslichen Erlebnis.

Unvergesslich war auch der Abflug in Berlin Tegel. 6 Uhr sollte ich Richtung Sonne davonschweben - fröhliches Weckruf-Gebimmel um ca 3 Uhr inklusive. Geplant, getan. Punkt vier gesellte ich mich also zu einem Grüppchen Frühaufsteher vor der noch fest verschlossenen Glasfront am Terminal C - das Ganze erinnerte ein wenig an frühmorgendliche Rentner-"Stammtische" vor dem lokalen Aldi. Die Langweile, trotz des neuen Kasabian-Albums im Ohr, verführte mich dummerweise dazu, wagemutig einen Blick in das Innere des schönsten und besten Flughafens ever zu werfen. Direkt auf die Anzeigetafel. Wo es bei all den ordentlich aufgelisteten Flügen nur hinter einem blinkte. Hinter meinem. Delayed.

Der richtige Wachmacher-Schub überrollte mich aber erst, nachdem sich die Pforten des von Meinhard von Gerkan erschaffenen Sechseck-Wunders geöffnet hatten: Ein in sich ruhender Security-Frühschichtler schickte uns mit einem monoton vorgetragenen "Mallorca, Kanaren - rechts rein" in eine mir bisher unbekannte "Nebenkammer" des Hauptterminals; Info-Schalter waren nicht sichtbar; das AirBerlin/Nicki-Service-Personal hatte sich wohl noch im Frühstücksraum versteckt; die freundlichen CheckIn-Angestellten waren hinsichtlich einer Auskunft zu der Verspätung völlig überfordert. Egal, dachte ich, einatmen, ausatmen, Americano kaufen, alles auf "slow" umstellen. Um es kurz zusammenzufassen: Der Flug hatte 2 Stunden Verspätung, weil die Maschine am Vorabend in Schönefeld landen musste und die Überführung innerhalb Berlins halt dauert. Ja, so was dauert halt! Ich fang jetzt nicht mit dem zukünftigen Flughafen BER an.


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Ja, hallo, Colònia St. Pere. Dieses pittoreske und leicht verschlafene Örtchen der Gemeinde Artà liegt in der Bucht von Alcúdia zwischen azurblauem Meeresleuchten und der wuchtig-massiven Bergkette Serres de Llevant - und lässt erahnen, wie mallorquinische Dörfer vor dem Massentourismus ausgesehen haben. Die romantische Siedlung umfasst einen 20 Meter breiten Ortsstrand, ein paar Fischerboote, drei wirklich exzellente Restaurants und - die wichtigste Zutat zum Erholen: Stille.

Sehenswürdigkeiten: Ermita de Betlem, ca 5km entfernt | Strand > s´Arenal de Sa Canova | Talaiotische Siedlung von Sa Canova | Großsteingrab Dolmens von S´ Aigus Dolch | Wehrtürme Talaia Freda und Talaia Moreia

Restaurants: Es Vivers | Restaurante del Nautico | Blau Mari | Sa Xarxa

Son Sierra de Marina: Heaven. (Hippie-)Paradise. The Place to be. Und hier gilt es wirklich, das Morrissey-Zitat: Everyday is like Sunday! Oberhalb des traumhaften Naturstrandes duften Rosmarin, Wacholder und Strandlilien, unzählige geschützte Tierarten haben hier ihr Zuhause gefunden. Wer Surfen, Kiten, Steh-Paddeln -die charmante Surf-Bretterbude findet ihr unterhalb der Beach-Sunshine-Bar El Sol- oder einfach nur bei Meeresrauschen entspannen will, ist in diesem schachbrettartig angelegten Ort (ohne Hotels) genau richtig.

Restaurants gibt es nur zwei: Das hippe El Sol und das etwas höher gelegene Lago.

Der Künstlerort Artà mit seinen engen, verschlungenen Gässchen, die fast alle zur Wallfahrtskirche San Salvador und Burganlage Almudaina d´ Artà führen, ist zwar ein beliebtes Ausflugsziel, aber abseits der Haupt-Fußgängerzone immer noch recht verträumt. Den morgendlichen Espresso sollte man unbedingt in der Bar Central am Placa del Conqueridor einnehmen. In dieses kleine Café, das sich wahrscheinlich seit 1965 nicht verändert hat, verirren sich kaum Touristen - dafür erhält man unterhaltsame Einblicke in das "echte mallorquinische Leben".

Sehenswürdigkeiten: Top-Empfehlung >Naturwanderweg Via Verde von Artà nach Manacor | Shopping: Unikate ergattern in den zahlreichen Galerien und Ateliers | Burganlage Almudaina d´ Artà.

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Der Strand von Canyamel im Nordosten von Mallorca

Canyamel sollte auf jeder Checkliste stehen. Das winzige Dorf in der Nähe der Tropfsteinhöhlen Coves d´Artà hat seinen ursprünglichen Charme bis auf wenige Abstriche erhalten können. Viel unternehmen könnt ihr in diesem recht ruhigen Flecken allerdings nicht. Hier heißt es: Chillen, hin und wieder mal zum (recht guten) Strandrestaurant Cafeteria Arenal de Canyamel schlurfen, chillen, hinter dem rechten Strandabschnitt unter einem Pinienbaum meditieren, dem Meer lauschen, die Aussicht genießen.

Das einzige, empfehlenswerte Restaurant liegt etwas außerhalb, auf der Zufahrtsstraße von Artà und befindet sich im Piraten-Abwehrturm Torre de Canyamel. Im Sommer unbedingt reservieren, ab 19 Uhr ist es manchmal gerammelt voll.

Cala Ratjada. How to start. Ja, im Sommer schlagen die "kotzenden Kinder" auf, meist zur Abi-Zeit. Im Juni und September landen feierfreudige Vereine, deren Mitglieder gerne bei 35 Grad an der Cala Agulla ein fesches Hasenkostüm überwerfen. Ausuferndes Alphamännchen-Gehabe, kreischende Frauen beim Piccolo - kann passieren. Aber der Urlauber findet in dem eigentlich recht bezaubernden Küstenörtchen, das mit einer traumhaften Uferpromenade (die sich seitlich des Strandes Son Moll und auf der anderen Seite des Hafens weiterzieht) aufwarten kann, durchaus charmante und sogar ruhige Ecken.

Ausflugstipps: Spaziergang zum Leuchtturm | Zu Fuß vom Strand Cala Agulla zur Cala Mesquida | Höhlen von Arta | Cala Molto (hinter der Cala Agulla) | Küste entlang nach Font de Sa Cala spazieren | Auf nach Capdepera: Burg besichtigen und in einem der Cafes/Restaurants auf dem verschlafenen Marktplatz chillen |

Restaurants und Cafés: Sa Cova (Taucherbucht) | Café Noahs (Tipp: Probiert das Bircher Müsli) | Pasta Pasta | Euforia (mehr Treff als Top-Food) | Restaurante Can Manolo | El Cactus | Restaurante del Mar

Übernachtungen: Jeder hat natürlich andere Vorlieben. Für mich gilt aber inzwischen: Finca oder (ruhig gelegene) Fewo statt Hotel. Bei letzterem können einfach zu viele unangenehme Überraschungen aufploppen: Die heiß ersehnte Ruheoase "Zimmer" liegt neben dem Bus-Transfer-Parkplatz (ab 3 Uhr morgens Motorengeräusche), der Haupttreppe/Fahrstuhl, in der Nähe des Pools (Lautsprecher, Animation etc). Jeden Morgen Hektik im Frühstücksraum, in dem die wenigsten Urlauber sonnig gestimmt über ihrem Americano in den Tag hineinlächeln. Und dann, ja, der Mallorca-Urlauber an sich. Kann man Glück haben, kann aber auch schief gehen. Einzige Ausnahme im Bereich Hotel: Die -leider nicht ganz so günstigen- Boutique- bzw Fincahotels wie das Son Ametler nahe Moscari (am Tramuntana Gebirge) oder das luxuriöse Can Simoneta in Canyamel - hier verfasste Helmut Schmidt seine Memoiren..

Artikel weiterhin in Arbeit :)

Ausblick von der der Taucherbucht in Cala Ratjada

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